BUND Regionalverband Stuttgart

06/2016: Bahnverbindung Markgröningen - Remseck

01. Juni 2016 | Kreisverband Ludwigsburg

Gemeinsame Pressemeldung 1.6.2016  Bahnverbindung Markgröningen – Remseck
 
„Jetzt schnell entscheiden – pro Schiene!“
 
Ludwigsburg. Der Kreisverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Stiftung NatureLife-International (NLI) appellieren an alle Verantwortlichen in den betroffenen Kommunen des Kreises, sich schnell auf eine gemeinsame Lösung einer Bahnverbindung von Markgröningen nach Remseck über Ludwigsburg zu einigen. „Wir brauchen endlich diese Querverbindung beim Schienenverkehr im Kreis, um den Verkehrskollaps zu verhindern“, betont Stiftungspräsident Claus-Peter Hutter in einer Pressemitteilung
 
Seit 30 Jahren fordere der BUND-Kreisverband, dass die Schienenstrecke von Ludwigsburg nach Markgröningen endlich wieder reaktiviert werde, so der BUNDKreisvorsitzende Stefan Flaig in der gemeinsamen Pressemitteilung. Passiert sei wenig bis gar nichts, vor allem weil es am Geld gefehlt habe. Mit dem neuen Förderprogramm des Bundes gebe es jetzt aber eine neue Chance, den Schienenverkehr im Kreis auszubauen. Man müsse sich eben nur schnell auf die beste Lösung einigen.
Doch welche ist das? Die Hochflur-Stadtbahn der SSB oder die Niederflurvariante wie in Karlsruhe? Oder die Wiederaufnahme des regulären Bahnverkehrs mit Regionalbahnen? „Je kostengünstiger die anvisierte Lösung, desto eher ist sie zu verwirklichen“, ist Flaig überzeugt. Andererseits müsse dabei auch für die Zukunft mitgedacht werden: „In unserem verdichteten Landkreis ist eine Stadtbahnlösung für viele Kommunen attraktiv. Da sollte eine Transversale von Markgröningen nach Remseck nur der Anfang sein“, meint Claus-Peter Hutter.
Sowohl der BUND wie NatureLife-International begrüßen den Vorschlag von Landrat Dr. Rainer Haas, durch Nutzung des Tunnels vor dem Bahnhof für schienengebundene Fahrzeuge Engpässe zu beseitigen. Jedenfalls dürfe es keine weiteren Verzögerungen mehr geben. Hier gelte es ein historisches Zeitfenster zu nutzen. “Künftige Generationen werden nicht fragen, wie lange diskutiert worden ist, sondern ob etwas dabei herausgekommen ist“, sagt NLI-Präsident Claus-Peter Hutter.
Es müsse jetzt ein gemeinsamer langfristiger Plan her, der konsequent den Ausbau der Schieneninfrastruktur im Kreis verfolgt und bei dem alle Beteiligten an einem Strang ziehen. „Einzelne Beschränkungen für den Straßenverkehr dürfen jedenfalls kein Argument mehr sein zur Verhinderung der Stadtbahn“, betont Flaig. Für den Klimaschutz, für eine Entlastung der Straßen und für schnelle und attraktive Verkehrsverbindungen sei jetzt eine schnelle Entscheidung pro Schiene nötig.

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