16. Dezember 2016

BUND regt zentrales, öffentliches Silvesterfeuerwerk an

Im Gegenzug Verbot für private Feuerwerke in der Stuttgarter Innenstadt - Beitrag zur Luftreinhaltung

Obwohl es noch über zwei Wochen bis zum Jahresende sind, werden die Feinstaubgrenzwerte in Stuttgart auch im Jahr 2016 wiederum deutlich überschritten. Aktuell gibt es schon über 50 Überschreitungstage des Tagesmittelwertes von über 50 Mikrogramm. Zulässig sind maximal 35 Überschreitungstage. Wegen eines Gerichtsurteils drohen ab 1.1.2018 einschneidende Verkehrsbeschränkungen.  


BUND Regionalgeschäftsführer Gerhard Pfeifer meint: „Es sollten wirklich alle Möglichkeiten ergriffen werden, um die prekäre Luftbelastung in der Landeshauptstadt zu minimieren – jede Maßnahme zählt.“ Neben beschränkenden Maßnahmen im Verkehrsbereich und bei Holzfeuerungen sollte nach Ansicht des BUND auch das Silvesterfeuerwerk angegangen werden. Wegen des notwendigen Vorlaufs ist jedoch eine Umsetzung erst zum 31.12.2017 möglich.

Der BUND schlägt konkret vor, an Silvester in der Stuttgarter Innenstadt das Abbrennen von privaten Feuerwerkskörpern jeglicher Art – also Böller, Raketen, etc. - zu verbieten. Stattdessen sollte am Schlossplatz oder vor der Oper ein zentrales, öffentliches Feuerwerk seitens der Stadt veranstaltet werden, ähnlich wie beim Lichterfest auf dem Killesberg.

Mit diesem „geordneten“ Feuerwerk, ließe sich die Luftbelastung mit Feinstaub zumindest reduzieren, weil es in der Innenstadt deutlich weniger Verbrennungsprozesse gäbe. Die Messprotokolle der letzten Jahre zeigen an der Station Neckartor einen exorbitanten Anstieg der Feinstaubwerte. Am jeweiligen Neujahrstag schnellten die Feinstaubwerte in Rekordhöhen. Am 1.1.2016 zum Beispiel auf 170 Mikrogramm. Die Tage vor und nach dem Silvesterfeuerwerk lagen meist deutlich unter dem Grenzwert von 50 Mikrogramm (Grafiken für die Jahre 2012-2015 siehe Anlage). 

Mit einem zentralen, öffentlichen Feuerwerk würde man auch dem zunehmenden Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung entgegen kommen. Es könnte damit die Unsitte Feuerwerkskörper absichtlich in die Menge zu schießen unterbunden werden.

Vor wenigen Tagen haben Düsseldorf und Köln für Silvester 2016 entsprechende Verbote für Privatfeuerwerkskörper in bestimmten Teilen der Innenstadt angeordnet.

Auch viele historische Altstädte wie Esslingen und Tübingen haben schon seit einiger Zeit aus Brandschutzgründen Feuerwerksverbote ausgesprochen.

Neben den Aspekten Sicherheit, Brandschutz und Luftreinhaltung würde mit einem Verbot von Privatfeuerwerken auch die Vermüllung von öffentlichen Straßen und Plätzen mit abgebrannten Feuerwerkskörpern vermieden.

Pfeifer abschließend: „Ich kann mir gut vorstellen, dass an Silvester in Kooperation mit einem klassischen Orchester und/oder einer bei Jugendlichen angesagten Band ein einzigartiges öffentliches Musikfeuerwerk inszeniert werden könnte, bei dem das Image der Stadt in die Höhe schnellen würde wie eine Rakete“.


Rückfragen an: 

Gerhard Pfeifer (BUND-Regionalgeschäftsführer) 0711/61970-40

 

Die aktuelle Grafik für Neujahr 2017 finden Sie hier

Die Grafiken für die Jahre 2012-2015 finden Sie hier




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