Aktuelles:

8. Juni 2015

S21-Eidechsen Umsiedlung gescheitet

Im August 2013 sind 106 Zauneidechsen im Bereich Feuerbach Bahnhof und Bahntunnel am Pragsattel im...


29. April 2015

Mit Stiefeln und Schaufeln für den Naturschutz

BUND und Gemeinde erweitern baden-württembergischen Wildkatzenkorridor


27. April 2015

Für den Umweltschutz: Jede Stimme zählt!

50 Jahre Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) – Junges Team startet...


zum Archiv ->

 

BUND Pressemitteilung

 

Stuttgart, 08.06.2015

 

S21-Eidechsen Umsiedlung gescheitet

 

BUND-Warnungen bestätigt

 

Im August 2013 sind 106 Zauneidechsen im Bereich Feuerbach Bahnhof und Bahntunnel am Pragsattel im Auftrag der Bahn AG abgefangen und in einen ehemaligen Weinberg (Gewann Burgberg) bei Steinheim/Murr umgesiedelt worden. Die nach Bundesnaturschutzgesetz und Europarecht streng geschützten Tiere waren den Bauarbeiten von Stuttgart 21 im Wege.

In einer ausführlichen Stellungnahme vom 09.04.2013 an die zuständige Genehmigungsbehörde Eisenbahnbundesamt warnte der BUND vor dieser Umsiedlungsaktion – siehe Anhang.

Durch die am 08.06.2015 über die Ludwigsburger Kreiszeitung bekannt gewordenen Ergebnisse „Kaum S21-Eidechsen am Burgberg“ fühlt sich der BUND in seine Kritik bestätigt, weil bei den Kontrolluntersuchungen kaum mehr umgesiedelte Zauneidechsen gefunden wurden.

„Die Aktion war wie von uns vorhergesagt ein Flop“, sagt Gerhard Pfeifer, Diplombiologe und Geschäftsführer beim BUND Regionalverband Stuttgart. Pfeifer weiter: „Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass viele Eidechsenumsiedlungen gescheitert sind, weil die Tiere sehr spezielle Ansprüche an ihre Lebensräume haben und deshalb Ersatzlebensräume vorrangig im Nahbereich der Bauvorhaben geschaffen werden sollten.“

Wegen der raren Flächenverfügbarkeit sind diese Ausgleichsmaßnahmen im unmittelbaren Umfeld der Baumaßnahmen in der Regel schwieriger und meist kostspieliger zu realisieren.

Und dass die Bauherren an allen Ecken und Enden Geld sparen wollen, zeigt sich besonders eindrücklich und skandalträchtig an den umgesiedelten Eidechsen am Burgberg in Steinheim/Murr. Durch die mangelnde Pflege, die die Bahn per Genehmigungsauflage zu leisten hatte, hatte sie zwar ein paar Euros gespart, aber den durch die Umsiedlung eh schon geschwächten Tieren wurde dadurch vollends der Garaus gemacht.

Der BUND fordert, bei Bauprojekten das Eidechsenthema artenschutzgerechter zu behandeln und auf die allzu leichtfertig genehmigten Umsiedlungen zu verzichten. Stattdessen sollte den seit Hunderte von Millionen Jahren vorkommenden Tierarten gebührend große und geeignete Ersatzlebensräume in der Nähe der Eingriffsorte bereitgestellt werden

Noch besser ist natürlich laut BUND die Eingriffe in Eidechsenlebensräume erst mal zu vermeiden – was in der bisherigen Praxis leider meist unzureichend geprüft wird.

 

 

Rückfragen an: Gerhard Pfeifer, BUND Regionalgeschäftsführer 0711/61970-40

 

 



Mitglied werden

Spendenkonto des BUND Regionalverband Stuttgart

Kontonummer: 618052003

BLZ: 600 907 00

Bank: Südwestbank AG

IBAN:

DE09 6009 0700 0618 0520 03

BIC: SWBSDESS

Hinweis:

Ihre Spende ist Steuerabzugsfähig. Wir senden ihnen gerne eine Spendenbescheinigung zu. Bitte Adresse auf der Überweisung angeben.

Kontakt

BUND Regionalverband Stuttgart

 

E-Mail: bund.rv-stuttgart@bund.net

Rotebühlstr. 86/1
70178 Stuttgart

Tel.: 0711/61970-41
Fax: 0711/61970-44

Suche

http://www.bund.net/uploads/pics/header_nisthilfe_flickr_02.jpg

Werden Sie jetzt Wildbienen-NisthelferIn: Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken Ihnen die kostenlose Bauanleitung für Ihr eigenes "Bienenhotel" per E-Mail zu.

 

BUND-Jahrbuch 2015 – Ökologisch Bauen & Renovieren

 Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Hrsg.): BUND-Jahrbuch 2015 – Ökologisch Bauen & Renovieren mit den Themenbereichen Planung, Musterhäuser, Grün ums Haus, Gebäudehülle, Haustechnik, Innenraum.

Energie-Autarkie klingt attraktiv, ist für einzelne Bauherren und Sanierer aber schwerer umzusetzen als in der Gemeinschaft. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt mit seinem neuen Jahrbuch Ökologisch Bauen & Renovieren, „wie man sich von steigenden Energiepreisen am besten unabhängig macht und zur Korrektur falscher Energiepolitik beitragen kann“.