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BUND Regionalverband Stuttgart

Biotopverbund für Schmetterlinge und Wildbienen

Dr. Günter Kirchner (links) und Imkermeister Erich Schilling im Austausch über Pflanzen und Tiere der Wildblumenwiese. Bild: Ulli Glaser

Die BUND-Ortgruppe Bietigheim-Bissingen baut einen Biotopverbund für Blütenbestäuber und andere Insektenarten auf. Anlass ist das immer schneller fortschreitende Artensterben bei den Insekten.

Bereits sieben Wildblumenwiesen angelegt

Die BUND-Ortsgruppe hat bereits sieben Wildblumenwiesen angelegt. Ein begeistertes Team kümmert sich um deren Pflege. Wer möchte, ist herzlich eingeladen, bei den Pflegearbeiten mitzumachen.
Bei zwei Äckern erhält das Team Unterstützung von Landwirten mit ihrer technischen Ausstattung, was die vorbereitenden Maßnahmen und die Erhaltung enorm vereinfacht. Deshalb ist das Team ständig auf der Suche nach weiteren Ackerflächen, die maschinell bearbeitet werden können.

Interessante Führungen während der Blütezeit

Zusätzlich veranstaltet der Projektinitiator und -leiter Dr. Günter Kirchner zur Blütezeit interessante Führungen, während denen er Interessierten die Zusammenhänge, die Botanik und das Projekt erläutert. 

Vorgehensweise und Vorschläge zur Verbesserung des Blühangebotes

Wiesen-Flockenblume mit Ackerwinden-Trauereule. Bild: Uli Glaser

Die BUND Ortsgruppe sucht im Stadtgebiet ...

... entweder Grundstückseigentümer, die in Eigenleistung auf Ihren Grundstücken komplette Blühstreifen mit Wildblumen anlegen wollen. Aber auch im Kleinen können auf Balkon und Terrasse Blumenkästen mit Blütenpflanzen einen Beitrag leisten.

... oder Grundstückseigentümer, die sich aus zeitlichen Gründen finanziell einbringen wollen, indem sie einen größeren schmetterlingsfreundlichen Naturgarten anlegen und pflegen lassen wollen, um der Natur etwas zurückzugeben. Die Eigentümer gönnen sich selbst etwas Schönes damit.

Beide Wege haben ihren Charme. Jeder zusätzliche Quadratmeter mehr als bislang zählt: eine Rabatte, ein Wildblumensaum, ein teilweise oder ganz umgewandelter, englischer Rasen. Außerdem bringt ein artenreicher Blumen- und Kräuterrasen in der Pflege erhebliche Arbeitsentlastung mit sich: Das ständige Rasen mähen entfällt! 

Methoden zum Anlegen einer Wildlumenwiese

Bodenbearbeitung vor der Einsaat. Bild: Dr. Günter Kirchner

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Blühangebot zu fördern:
Für die erfolgsversprechendste Methode sollte der Boden vor der Aussaat »abgemagert« werden, da Wildblumen magere (nährstoffarme) Böden bevorzugen. Dazu wird die Grasnarbe abgetragen und die darunterliegende Erde mit Sand und Kies vermischt. Daraufhin sät man ein passendes Saatgut aus und stellt Bodenschluss her.  

Eine längerfristige Methode der Abmagerung ist es, über viele Jahre hinweg das Mähgut von ungedüngtem Rasen und eventuell das Fallobst zu entsorgen. Durch das Entfernen dieses natürlichen Düngers entzieht man dem vorhandenen Bewuchs ebenfalls die Nährstoffe. 

Für eine Ansaat ohne Umbruch und Abmagern des Bodens wird der Altbestand abgemäht und die Grasnarbe gefräst. Bei dieser Methode erholt sich der ursprüngliche Bewuchs schnell wieder. Deshalb muss dieser kurz gehalten werden, bis sich die neu ausgesäten Blumensamen etabliert haben.

Taubenkropf-Leimkraut. Bild: Uli Glaser

Saatgut benötigt Licht und Feuchtigkeit

Wildblumen sind Lichtkeimer. Darum ist es bei beiden Methoden wichtig, dass die Samen nicht tief in den Boden eingearbeitet, sondern nur leicht eingedrückt werden – der sogenannte Bodenschluss. Dieser ist unbedingt notwendig, denn  erst dadurch kann das Saatgut gleichmäßig keimen. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass die Samen austrocknen. Deshalb müssen sie 3–6 Wochen durchgehend feucht gehalten werden.

Weitere Fragen oder Interesse an der Mitarbeit

Wenn Sie Fragen zu einem verbesserten Blumenwachstum oder Interesse an der Mitarbeit im Team haben, können Sie sich gerne an den Projektleiter Herr Dr. Günter Kirchner wenden.
Herr Dr. Kirchner und sein Team berät Sie auch beim Anlegen von Blühstreifen in Eigenleistung, vor allem auf Stadtgrundstücken.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Günter Kirchner

Projektleiter
E-Mail schreiben

Schmetterlingsland Baden-Württemberg

»Schmetterlingsland Baden Württemberg« enthält Vorschläge und Tipps, wie Lebensräume für Schmetterlinge gefördert und bewahrt werden können.

Hier können Sie die Broschüre herunterladen oder bestellen.

    

Wie helfe ich den Schmetterlingen?

»Wie helfe ich den Schmetterlingen?« ist eine Broschüre, in der Sie alles Wissenswertes erfahren über Schmetterlinge, ihre Lebensweise, was sie bedroht – und vor allem was Sie zu deren Schutz beitragen können.

Hier können Sie die Broschüre herunterladen oder bestellen.

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