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BUND Regionalverband Stuttgart

Baum-Schutz

Wälder und Bäume sind im Naturschutz sehr wichtige Lebensräume für zum Teil hoch bedrohte Arten wie den Hirschkäfer, Schwarzspecht, Bechstein-Fledermaus uvm. Es gibt immer mehr Faktoren, die den Eichen, Buchen und Stadtbäumen zusetzen. Dazu gehören Baumaßnahmen, Verkehrssicherung, Erholungsdruck und Klimaerwärmung. Der Schutz der Bäume wird umso wichtiger – einige Städte wie Stuttgart haben Baumschutzverordnungen, die ein gutes Schutzinstrument darstellen.

BUND Forderungen zur Waldwirtschaft in Stuttgart

  1. Im Stuttgarter Forst sollte der Selektiveinschlag wieder verstärkt praktiziert werden – auch wenn dies mit höheren Betriebskosten im Vergleich zum zurzeit angewendeten Blockeinschlag verbunden ist. Der Selektiveinschlag ist ökologischer und wirkt schonender, da die betroffenen Waldlebensräume unmerklich verändert werden – diese Praxis wurde in Stuttgart lange Jahre erfolgreich praktiziert.
  2. Höhlenbäume, Horstbäume und stehendes Totholz werden grundsätzlich bis zu ihrem natürlichen Verfall erhalten und als Habitatbäume ausgewiesen, es sei denn, dass dies aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht oder des forstlichen Arbeitsschutzes nicht möglich ist
  3. Die Habitatbaumgruppen sind erst zu 50% ausgewiesen. Wir fordern in den nächsten zwei Jahren die vollständige Umsetzung und nicht erst bis zum Jahre 2022. Bei der Ausweisung sollen mindestens 15 Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 1,5 Meter in Brusthöhe zur Anwendung kommen. Die bisher ausgewiesenen Habitatbaumgruppen sollen entsprechend nachgebessert werden.
  4. Entsprechend der Naturschutzstrategie des Landes BW sollte der Anteil, der bis zum Jahre 2020 aus der Nutzung genommenen Waldbereiche (u.a. Waldrefugien, Habitatbaumgruppen und Habitatbäume) mindestens 10% betragen. Bezogen auf den Stuttgarter Wald also mindestens 500 Hektar. Die flächenhaften Waldrefugien und Habitatbaumgruppen werden umgehend im digitalen Stadtatlas dargestellt (Transparenz).
  5. Das Freistellen von besonders alten Bäumen und exponierten Landschaftsstrukturen (z.B. ehemalige Steinbrüche, Bergsporne, steile Südhänge), die seltene, lichtliebende Arten fördern, (z.B. Schillerfalter, Gelbbauchunke, Baumpieper) wird forciert. Siehe auch Empfehlungen des aktuellen Stuttgarter Artenschutzkonzeptes.
  6. Es werden keine schweren Forstmaschinen mehr eingesetzt, bei dem vor allem witterungsbedingt es zu erheblichen Bodenschäden kommt. Die Regenration von stark verdichteten Waldböden dauert Jahrhunderte.

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