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BUND Regionalverband Stuttgart

Noch Platz im Garten für ´nen Dino?

01. Januar 2016 | Artenschutz (BW), Naturschutz

Ganz einfach: den Garten so gestalten, dass Eidechsen sich wohl fühlen. Der BUND Regionalverband Stuttgart gibt Tipps.  ( www.pexels.com )

Ja es gibt sie immer noch: Dinosaurier! - wenn auch nur im Kleinformat als Überlebende der Urzeit. Europarechtlich streng geschützt sind sie einigen schon mal über den Weg geflitzt – Eidechsen. Deren Habitate zum Überleben werden allerdings immer rarer. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Regionalverband Stuttgart bietet fachkundigen Rat, wie Sie im eigenen Garten oder im Umfeld z.B. für Zaun- oder Mauereidechsen ein Refugium schaffen können.

Es sind nicht wenige Zutaten die aufgeboten werden müssen, um z.B. einer Zauneidechse die dauerhafte Bleibe schmackhaft zu machen. Vegetationsfreie Teilbereiche, als auch dichtere Vegetation, ein grabbarer Sandboden zur Eiablage, Sonnenplätze und Überwinterungsmöglichkeiten. Fertig ist ein optimaler Lebensraum, der für das Urreptil Speisetempel, Spa und Sternehotel vereint.

Geradezu unwiderstehlich finden Eidechsen Steinhaufen oder Steinriegel. Die Steine sollten aber wenigstens 10 Zentimeter groß sein und etwa 80 cm unter die Bodenoberfläche reichen.  Nach Süden ausgerichtet ergibt das gleichzeitig einen perfekten Aufwärmplatz und Fluchtort. Nordseitig sorgt eine niedrige strauchartige Vegetation für reichlich Nahrungstiere (Insekten, Spinnen, Schnecken usw.). Sehr wichtig für die Thermoregulation der Reptilien sind auch Haufen mit totem Holz wie z.B. Baumstumpen. Denn trotz der Sonnenabhängigkeit der Tiere sind auch schattige Teilbereiche überlebenswichtig.

Und wo sich die Eidechse wohl fühlt, läuft auch die Garten- bzw. Artenvielfalt wieder zur Hochform auf. Aber Vorsicht! Bald könnten sie fasziniert und ruhig beobachtend, dem „Wuseln um die Wette“ als neuem Zeitvertreib erliegen.

Rückfragen: juergen.merks(at)bund.net, 0711 7 61970-41 

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