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BUND Regionalverband Stuttgart

Sicherheit der Fahrgäste hat Vorrang. SSB muss Corona-Fahrpläne nachbessern!

24. März 2020

Pro Bahn und BUND kritisieren die Fahrplankürzungen bei der SSB

Der Fahrgastverband Pro Bahn und der Umweltverband BUND danken den Mitarbeitern der SSB als Mitglieder des VVS-Fahrgastbeirats für ihren Einsatz unter den derzeit schwierigen Umständen. Sie sorgen sich aber um die Gesundheit der Fahrgäste, die nach den am Dienstag, 24.3.2020 in Kraft getretenen Fahrplankürzungen wegen übervoller Bahnen und Busse einer erhöhten Ansteckungsgefahr mit dem gefährlichen Coronavirus ausgesetzt sind.

Sabine Lacher vom Fahrgastverband PRO BAHN meint: „Die Fahrgäste haben natürlich Verständnis, wenn das Fahrpersonal durch den zunehmenden Krankenstand und Quarantänefälle nicht mehr den kompletten Verkehr aufrechterhalten kann. Dass aber in dieser Situation bei der Stadtbahn einfach der Sonntagsfahrplan und bei den Bussen der Samstagsfahrplan eingeführt wird, ist vollkommen unverständlich und zeigt die mangelnde Flexibilität der Verantwortlichen. Für solche Ausnahmesituationen müssen Notfallpläne in der Schublade liegen und nicht einfach starr auf ein vorhandenes, aber untaugliches Fahrplankonzept gewechselt werden!"

Während nun in der morgendlichen Hauptverkehrszeit zwischen 6 und 8 Uhr Stadtbahnen und wichtige Innenstadtbuslinien teilweise nur noch alle halbe Stunde kommen, fahren sie am Nachmittag alle zehn Minuten. Das ist am Wochenende sinnvoll, passt aber überhaupt nicht zur Nachfrage der zahlreichen Fahrgäste, die weiterhin an ihre Arbeitsplätze in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeheimen oder andere unverzichtbare Arbeitsstellen z. B. im Lebensmittelhandel oder bei der Müllabfuhr gelangen müssen. Bei ihnen ist es in der aktuellen Situation besonders wichtig, dass sie sicher und mit genügendem Abstand zu ihren Mitfahrern reisen und damit eine Ansteckung vermeiden können.

Gerhard Pfeifer vom BUND fordert: „Die SSB muss unbedingt ihre Fahrpläne nachbessern, so dass die Fahrgäste in der Hauptverkehrszeit wieder sicher und verlässlich an ihren Arbeitsplatz kommen können. Wenn dafür tagsüber weniger Busse und Bahnen fahren, sollte das auch mit dem vorhandenen Personal umsetzbar sein."

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