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BUND Regionalverband Stuttgart

BUND Pressemitteilung zur geplanten VVS-Tarifreform

12. April 2018 | Mobilität, Verkehr (BW)

Gut aber nicht hinreichend

Der BUND Regionalverband Stuttgart begrüßt die am 11.04.2018 vom VVS-Aufsichtsrat beschlossene Zonenreduktion, dadurch sollen die VVS-Tickets bis zu 25 Prozent billiger und die Tarif-Übersichtlichkeit verbessert werden.

Der BUND warnt aber davor in der Maßnahme den entscheidenden Befreiungsschlag zu sehen, um die hohe Belastung mit Stickoxiden in den Innenstädten in den Griff zu bekommen - so jüngst von CDU und FDP-Politikern artikuliert. Zu einem greift die Fahrpreisvergünstigung, die noch nicht final beschlossen sind, wohl frühestens erst ab Mitte 2019 und zweitens zeigen die Erfahrung, dass eine rein auf attraktive Angebote ausgerichtete Verkehrspolitik noch keinen Schub zum dringend notwendigen Umsteigen vom Auto auf Busse und Bahnen bewirkt. Dies zeigen unter anderem die ernüchternden Erfahrungen bei den 50%-vergünstigten Feinstaubtickets in der Feinstaubsaison 2016/2017 - Erwachsene fuhren zum Kindertarif. Der Umstiegeffekt war gleich Null und es gab einen klar erkennbaren Rabatt-Mitnahmeeffekt der Leute, die eh schon mit dem ÖV unterwegs waren.

"Um die Luft- Lärm- und Flächenverbrauchsprobleme, verursacht durch den Autoverkehrs, tatsächlich in den Griff zu bekommen, sind neben attraktiven Angebote für den Öffentlichen Verkehr im Gegenzug aber Einschränkungen bei Autoverkehr unumgänglich, diese sind u.a. Tempolimits, Parkraumverknappung und -verteuerung, Umwidmung von Autoverkehrsflächen zugunsten von Bus- und Radspuren und zumindest in den nächsten Jahren Fahrverbote für besonders schmutzige Autos", stellt Gerhard Pfeifer, BUND Regionalgeschäftsführer fest.

Pfeifer weiter: "Der jüngst von den Stuttgarter Grünen vorgebrachte Vorschlag eines Mobiliätspasses kommt der von der Verkehrswissenschaft inzwischen anerkannten Verkehrswende-Zauberformel "fördern und fordern" schon sehr nahe - wer mit dem Auto nach Stuttgart einfahren will, muss zusätzlich ein ÖV-Ticket bezahlen , mit den zusätzlichen Einnahmen werden wiederum attraktive Bus- und Bahnangebote finanziert".

Rückfragen an: Gerhard Pfeifer, Regionalgeschäftsführer,  Fon: 0711/61970-40, E-Mail: gerhard.pfeifer@bund.net 

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