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BUND Regionalverband Stuttgart

10/2019: Gartenpflege im Herbst

30. Oktober 2019 | Kreisverband Ludwigsburg

An Tiere denken
Wer ein Herz für Tiere hat, sollte im Herbst seinen Garten nicht blitzblank aufräumen. Laubreste, Reisighaufen und verblühte Blumen sollten nicht vollständig entsorgt werden. Sie können im Winter verschiedenen Tieren Unterschlupf und Futter bieten. Darauf verweist jetzt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Abgestorbene Pflanzen liefern Nahrung und Überwinterungsquartiere.
Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern bestes Vogelfutter: Körnerfresser wie Finken, Ammern und Zeisige bedienen sich an den Samenständen von Blumen. Heimische Sträucher wie Schneeball und Heckenrosen bieten ebenfalls Nahrung für hungrige Vögel.
In oder an abgestorbenen Gräsern und Blütenstängel haben Schmetterling und andere Insekten ihre Eier abgelegt oder sie überwintern als Larven in hohlen Stängeln oder im Laub. Werden diese abgestorbenen Pflanzenteile gehäckselt oder entfernt, sterben dadurch auch viele Überlebensformen von Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insektenarten. Man sollte deshalb abgestorbene Vegetation soweit möglich über den Winter erhalten und erst im späten Frühjahr abräumen. Das organische Material sollte in jedem Fall im Garten verbleiben und kompostiert werden.
Holzartige Abfälle, die beim Zurückschneiden von Bäumen und Stauden entstehen, können in einer Gartenecke zu einem Reisighaufen aufgeschichtet werden. Das ist ein idealer Platz für den Winterschlaf der Igel. Aber auch Amphibien oder Eidechsen finden zwischen den Zweigen Schutz und Nahrung. Auch in Laubhaufen können viele Tiere geschützt überwintern, Vögel finden hier an schneearmen Tagen Insekten und Würmer.

Laub ist ein wertvoller Dünger
Laub ist wertvoll und viel zu kostbar, um im Herbst aus dem Garten entfernt und bei der Grüngutsammelstelle oder gar irgendwo am Waldrand entsorgt zu werden. Viel besser ist es, das Laub im Garten zu belassen, aber nicht auf dem Rasen, sondern unter Bäumen und Sträuchern und auf den Beeten. Hier liefert es nicht nur wertvolle Nährstoffe bei der Verrottung, sondern wärmt den Boden und die Pflanzen im Winter und schützt vor Wind und Regen. Empfindliche Pflanzen wie Rosen, Pfingstrosen oder Rittersporn und im Herbst frisch gepflanzte Sträucher freuen sich über eine wärmende Laubdecke.

Eine Mulchschicht aus Laub schützt die Wurzeln empfindlicher Pflanzen vor Frost bewahrt den Boden vor dem Austrocknen. 
Das organische Material bietet außerdem die Nahrungsgrundlage für Regenwürmern und anderen Bodenlebewesen, die es so in wertvollen Humus und letztlich wieder in Pflanzennährstoffe umsetzen. Wer nicht genug Beetfläche hat, kann das Laub in großen Jutesäcken sammeln und im Garten stehen lassen. Bis zum nächsten Jahr hat es sich zersetzt und in Humus verwandelt. Dieser Laubhumus kann, mit Kompost vermischt, gut zur Herstellung eigener Gartenerde verwendet werden. Man ist dann nicht Erden- oder Düngerzukauf angewiesen. Diese Wirtschaftsweise ist nachhaltig, weil so der Nährstoffkreislauf im eigenen Garten in Gang gehalten wird.

So laut wie ein Presslufthammer
Laubsauger und -bläser schädigen Umwelt und Gesundheit durch Lärm und Schadstoffe. Durch den Schallpegel von über 100 Dezibel - das ist ungefähr so laut wie ein Presslufthammer - werden vor allem die Nachbarn belästigt und die Gesundheit der Benutzer geschädigt. Gartengeräte, die von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, stoßen gesundheitsschädliche Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid aus. Auch die Bodenbiologie wird durch Laubsauger gravierend beeinträchtigt. Der BUND empfiehlt, zu Rechen und Harke zu greifen, die ganz ohne schädliche Emissionen auskommen. 
Conrad Fink
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