Klimaschutz in aller „Munde“

Der Mensch trägt die Hauptverantwortung am Klimawandel. Gegensteuern duldet keinen Aufschub mehr und verlangt persönliche Konsequenzen. Reichhaltig sind dabei die Facetten des Klimaschutzes. Die Notwendigkeit zu Energieeinsparungen und umweltbewusstem Mobilitätsverhalten finden schon breites Gehör. Weniger bekannt ist, dass auch jeder bei Lebensmitteln kräftig auf die globale Temperaturbremse treten kann. Das belegt eine Studie des Öko-Instituts in Kooperation mit dem Umweltbundesamt. Demnach bewegt sich der CO2-Ausstoß unserer Ernährungsgewohnheiten auf Augenhöhe mit unserer durchschnittlichen Verkehrsleistung. Aber wer kennt schon die Klimaschweine im Einkaufsregal? Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) verrät, wie Sie Treibhausgase bis zum Faktor 100 im Nahrungsmittelbereich einsparen können.

Die genannte Studie bilanziert alle Klimagase von der Entstehung bis zum Verzehr der Lebensmittel. Klimakiller Nr. 1 ist mit Abstand Butter. Ebenfalls sehr hoch liegen verschiedene Fleischsorten. Auffällig ist, dass mit der Weiterverarbeitung von Rohprodukten der CO2-Ausstoß stark ansteigt. So z.B. von der Milch (= 1) über Joghurt (x 1,3), Quark (x 2), Sahne (x 8), Käse (x 9) bis zur Butter (x 25). Ähnlich bei Kartoffeln: frisch (= 1), getrocknet als Pürre (x 19), Tiefkühl-Pommes-frites (x 29). Absolut klimafreundlich ist hingegen frisches Gemüse, das nur etwa ein Hundertstel der Treibhausgase von z.B. Rindfleisch erzeugt. Bio-Produkte schneiden in allen Sparten zwischen 10 und 30 % besser ab. Eine Liste mit allen Produkten gibt’s beim BUND unter 0711 / 61970-42.

Durch eine bewusste Ernährung kann demnach auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden: Ein geringer Fleischkonsum, viel Teigwaren und Kartoffeln, ein hoher Anteil an frischem Obst und Gemüse und nicht zu viele Milchprodukte tragen zu mehr Klimaschutz bei. Weiter wirken sich der Einkauf zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV positiv auf die Klimabilanz aus.


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Jürgen Merks
E-Mail: juergen.merks@bund.net



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