Eine Dose voller Chemie – Batterien und Akkus

Handys, „Discman“, Fahrradbeleuchtung, Spielzeuge – der Einsatz von Batterien bzw. Akkus sorgt für Unabhängigkeit vom Stromnetz. Der flexible Einsatz der kleinen Stromverbraucher hat aber auch seinen Preis für die Umwelt, gibt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu bedenken. Alternativ bieten sich Netz- oder Solarbetrieb an. Richtiger Batterietyp und passendes Ladegerät helfen ebenfalls die Umwelt zu schonen.

Batterien und Akkus gelten zu Recht als Chemie-Cocktail in der Dose. Besonders problematisch sind dabei Stoffe wie Quecksilber (Hg), Cadmium (Cd) und Blei (Pb). Lithium-, Zink-Kohle- oder Alkali-Mangan-Batterien schaden der Umwelt weniger. Seit 1998 müssen alle Akkus und Batterien gesammelt und dann ordnungsgemäß recycelt oder entsorgt werden. Die kostenlose Rücknahme ist bei allen Verkaufsstellen vorgeschrieben. Mit etwa 40 % lässt die Rücklaufquote in Deutschland allerdings zu wünschen übrig. So„verschwinden“ jährlich Hunderte Tonnen hochgiftiger Stoffe mit großen Gefahren für Natur und Umwelt.

Gleichzeitig haben Batterien die schlechteste Energiebilanz. Die Herstellung verschlingt 50-400 mal mehr Strom, als über den Gebrauch bereit steht. Batteriestrom ist deshalb konkurrenzlos teuer. Je öfter und länger ein Gerät benutzt wird, desto eher rentieren sich die deutlich teureren Akkus. Nickel-Metall-Hybrid (NiMH) oder Lithium-Versionen sind erste Wahl. Optimale Lebensdauer erreichen die Akkus aber nur bei sachgemäßer Anwendung. Tiefentladungen bis kein Strom mehr fließt oder ein falsches Ladegerät können ein Batterieleben schon ab 30 statt wie vorgesehen 500-1000 Ladezyklen beenden.

Besteht die Alternative, ist dem batterie- immer das über die Steckdose betriebene Gerät vorzuziehen. Eine Stromversorgung mittels Solarzellen wie bei Taschenrechnern ist ebenfalls sinnvoll. Mittlerweile sind auch Batterien mit dem blauen Umwelt-Engel im Handel. Sie zeichnen sich durch hohe Umweltverträglichkeit aus. Vom Kauf bestimmter Artikel, wie Scherzartikel oder Stofftieren mit fest eingebauter Batterie, rät der BUND ab.


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Jürgen Merks
E-Mail: juergen.merks@bund.net



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