21. Dezember 2016

BUND kritisiert Wiederbelebungsversuche des Baugebietes Schafhaus in Stuttgart-Mühlhausen

SPD will durch die Hintertür einen „Kleinen Nordostring“

Am 12.12.2016 wurde von den Stuttgarter Gemeinderatsfraktionen der CDU, SPD, Freie Wähler und FDP ein Antrag eingebracht, der die Wiederaufnahme der Planungen zum Baugebiet Schafhaus in Stuttgart-Mühlhausen vorsieht. Neben dem Baugebiet wollen die Antragsteller noch zusätzlich eine Umfahrungstrasse verwirklicht haben (Übersichtsplan siehe Anhang).

Der BUND lehnt den erneuten Versuch das umstrittene Baugebiet, in dem primär flächenverschwenderische Reihen- und Einfamilienhäuser gebaut werden sollen, entschieden ab. Die Stadtverwaltung sollte nach Ansicht des BUND nicht erneut mit der Planung von Wolkenkuckucksheimen belästigt werden.

Wolf-D. Paul, Naturschutzfachmann beim BUND Kreisverband Stuttgart betont: „Der Verlust wertvoller Ackerböden und Wiesen am Ortsrand von Mühlhausen sowie die nicht benötigte Friedhofserweiterung sprechen eindeutig gegen das vor Jahren gestoppte Baugebiet. Mit der nun vorgeschlagenen neuen, flächenzehrenden und -zerschneidenden Umfahrungsstraße wird das Projekt noch naturzerstörischer. Solche Pläne sollten im Müll der Stuttgarter Stadtplanungsgeschichte entsorgt werden.“

Völlig absurd findet der BUND die Haltung der SPD. Mit Verve sei die Partei gegen den Nordostring. Mit dem neuen Vorschlag einer Umfahrungsstraße für das Wohngebiet Schafhaus puscht sie im Grunde genommen einen „Kleinen Nordostring“ durch die Hintertür. Diese Straße hätte jedoch ähnlich negative Wirkungen auf Mensch und Umwelt wie der große Nordostring– zumindest im Umfeld von Mühlhausen. Der BUND prognostiziert im Falle des Baus dieser Umfahrungsstraße eine massive Zunahme des Straßenverkehrs zwischen Kornwestheim und dem Neckartal.

Gerhard Pfeifer, BUND Regionalgeschäftsführer stellt fest: „Mit der Umsetzung des geplanten Baugebietes und der Umfahrungsstraße würde Stuttgart im nördlichen Teil der Stadtteiles Mühlhausen an die Gemarkungsgrenze stoßen. Die letzten landwirtschaftlichen Flächen, Naherholungsgebiete und Lebensräume für stark bedrohte Tierarten wie Rebhuhn, Feldlerche und Steinkauz wären dann unwiederbringlich verschwunden.“

Pfeifer abschließend: „Auch in Stuttgart gibt es Grenzen des Wachstums und am deutlichsten sichtbar wird dieser Fakt auf den Feldern im Gewann Schafhaus.“

Rückfragen an:

Gerhard Pfeifer, Geschäftsführer Regionalverband BUND: 0711/61970-40

Dr. Wolf-D. Paul, Vorstandsmitglied Kreisverband Stuttgart: 0711/32 43 93; 0151-287 378 83

Übersichtsplan




Kontakt

BUND Regionalverband Stuttgart

Rotebühlstr. 86/1
70178 Stuttgart

Tel.: 0711/61970-41
Fax: 0711/61970-44

Suche

BUND quickmenu

Termine

Presse