3. Februar 2017

Anhydritprobleme bei Stuttgart 21-Lenkungskreissitzung nicht ausgeräumt

Sperrung der Bahntunnel während des Betriebs wäre Schienen-Gau

BUND fordert: Ein Teil der oberirdischen Gleisflächen müssen erhalten bleiben

 

Bei der Stuttgart 21- Lenkungskreissitzung am 01.02.2017 konnten die seit langem bekannten Probleme mit dem quellfähigen Gestein Anhydrit von der Bahn nicht ausgeräumt werden. Zu dieser Auffassung kamen der Landesverkehrsminister Winfried Hermann und Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

Darauf zu hoffen, dass die Bahn die nicht mehr wegzuleugnenden Risiken beherrscht ist blauäugig. Die Bahn kann definitiv keine hundertprozentige Garantie geben, dass die S21-Tunnels über die viele Jahren der Betriebszeit durch aufquellenden Anhydrit gesperrt werden. Sollte lediglich nur ein S21-Tunnel deswegen ausfallen, würde der Schienenverkehr in der Region Stuttgart über längere Zeit komplett kollabieren – der Begriff „Schienen-Gau“ ist daher keine Übertreibung.

Daraus kann es nach Ansicht von BUND Regionalgeschäftsführer Gerhard Pfeifer nur eine Konsequenz geben: „Neben der Realisierung von Stuttgart 21 müssen unbedingt noch vorhandene oberirdische Gleistrassen erhalten werden. Diese Schieneninfrastruktur dient dann als dringend notwendige Rückfallebene bei Tunnelsperrungen und Tunnelwartungsarbeiten“.

Insbesondere der S21-Tunnel nach Feuerbach durchsticht längere Strecken des Anhydrits. Hier ist die Gefahr also besonders groß. „Ein kompletter Rückbau der oberirdischen Regional- und Fernbahngleise im Bereich des Nordbahnhofs und des geplanten Rosensteinquartiers wäre absolut verantwortungslos und ein Affront für zukünftige Bahnnutzer“, so Pfeifer.




Kontakt

BUND Regionalverband Stuttgart

Rotebühlstr. 86/1
70178 Stuttgart

Tel.: 0711/61970-41
Fax: 0711/61970-44

Suche

BUND quickmenu

Termine

Presse